GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Mon, 04 Dec 2023 00:59:18 +0100 Mon, 04 Dec 2023 00:59:18 +0100 TYPO3 EXT:news news-437 Sun, 03 Dec 2023 11:06:00 +0100 Post vom Gesamtwahlvorstand https://gew-gg-mtk.de/home/details/personalratswahl-am-14-und-15-mai-2024-1-1 Der erste Versand des Gesamtwahlvorstandes ist an die Schulen versandt worden Wichtigster Ansprechpartner für die Vorbereitung der Wahlen an den Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis ist der Gesamtwahlvorstand (GWV), der sich inzwischen konstituiert hat. Vorsitzender ist wie bei der Personalratswahl 2021 der Kollege Martin Jöckel, Lehrer an der Werner-Heisenberg-Schule im Rüsselsheim. Der GWV sammelt die Rückmeldungen aus den Schulen und gibt sie an den Hauptwahlvorstand weiter. Er leitet die Informationen zur Wahl des HPRS und des GPRS an die örtlichen Wahlvorstände weiter, die dann in den Schulen auszuhängen sind. Auch die Stimmzettel für die Wahlen von HPRS und GPRS werden vom GWV rechtzeitig vor der Wahl an die Schulen zu Händen des ÖWV verschickt.

Ein erster Brief des Gesamtwahlvorstands wurde am 15.11.2023 an die Personalräte zur Weiterleitung an die örtlichen Wahlvorstände versandt (siehe Abbildung). Wenn er dort nicht angekommen ist, sollte man in der Schule nachforschen. Man kann ihn aber auch beim Gesamtwahlvorstand (mailto:personalrat6131@schule.hessen.de) oder bei der GEW-Rechtsberatung anfordern (freiling.hlz@t-online.de).

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Aktuell
news-436 Sun, 03 Dec 2023 11:02:00 +0100 Fortbildung der Wahlvorstände https://gew-gg-mtk.de/home/details/personalratswahl-am-14-und-15-mai-2024-1 Die GEW bietet am 17.1. + 18.1.24 Fortbildungen für örtliche Wahlvorstände an Die Frage, wer an der Schule wahlberechtigt ist oder für den Schulpersonalrat kandidieren kann, ist nicht immer leicht zu beantworten. Von der Zahl der Wahlberechtigten hängt dann auch die Größe und Zusammensetzung des Schulpersonalrats ab. Deshalb bietet die GEW zwei Fortbildungsveranstaltungen für die Wahlvorstände an, bei denen wir – hoffentlich – alle Fragen beantworten können.

  • Mittwoch, 17. Januar, 15-17 Uhr, in der Mendelssohn-Bartholdy-Schule Sulzbach für Wahlvorstände an den Schulen im Main-Taunus-Kreis

Anmeldung ist erwünscht, aber nicht zwingend: info@gew-gg-mtk.de

  • Donnerstag, 18. Januar, 15-17 Uhr, Martin-Buber-Schule Groß-Gerau für Wahlvorstände an den Schulen im Kreis Groß-Gerau

Anmeldung ist erwünscht, aber nicht zwingend: info@gew-gg-mtk.de

 

Bei Terminüberschneidungen ist auch die Teilnahme an der anderen Veranstaltung möglich. Mitgliedern der Wahlvorstände ist Dienstbefreiung zu erteilen.

 

Bitte mitbringen:

  • GEW-Wahlhandbuch, das Anfang Dezember zu Händen der GEW-Vertrauensleute oder Kontaktpersonen verschickt wurde. Die GEW-Vertrauensleute bitten wir, das Wahlhandbuch umgehend an den Wahlvorstand weiterzugeben. Es steht außerdem als Download zur Verfügung: www.gew-hessen-personalratswahlen.de
  • Vorläufiges Verzeichnis der an der jeweiligen Schule Wahlberechtigten zur Klärung offener Fragen
  • Formblatt zur Meldung der Kontaktdaten und der Zahl der Wahlberechtigten an den Gesamtwahlvorstand: Auch hier können offene Fragen geklärt und berücksichtigt werden, bei Bedarf kann das Formblatt auch vor Ort abgegeben werden

 

Wahlausschreiben vorbereiten

Ein weiteres wichtiges Thema der Fortbildungen ist die Erstellung des Wahlausschreibens. Auf der Grundlage der Zahl der Wahlberechtigten stellt der Örtliche Wahlvorstand die Zahl der Mitglieder des Schulpersonalrats und die Verteilung auf Beamte und Arbeitnehmer und auf Männer und Frauen fest. Das Wahlausschreiben muss bis zum 26.2.2024 erstellt und ausgehängt werden. 

 

  Harald Freiling

 

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Aktuell
news-435 Sun, 03 Dec 2023 10:56:00 +0100 Personalratswahl am 14. und 15. Mai 2024 https://gew-gg-mtk.de/home/details/personalratswahl-am-14-und-15-mai-2024 Wichtige Informationen für alle Schulpersonalräte und die Wahlvorstände Nach der Konstituierung des Hauptwahlvorstands steht jetzt auch der Terminfahrplan für die Wahl der Personalräte im Schulbereich fest. Die Wahlen in den Schulen finden am Dienstag, dem 14. Mai, und am Mittwoch, dem 15. Mai 2024, statt. Die Wahllokale schließen am 15. Mai um 14.00 Uhr.

Die Wahlberechtigten in den Schulen wählen ihre Interessenvertretungen auf drei Ebenen. Sie wählen

  • den Schulpersonalrat,
  • den Gesamtpersonalrat Schule (GPRS) auf der Ebene des Staatlichen Schulamts für den Kreis Groß-Gerau und den Main-Taunus-Kreis und
  • den Hauptpersonalrat Schule (HPRS) beim Hessischen Kultusministerium.

 

Wahlvorstände jetzt sofort benennen

Die Vorbereitung der Wahlen in den Schulen ist Sache der örtlichen Wahlvorstände (ÖWV). Sie werden vom Schulpersonalrat eingesetzt und sollen aus mindestens drei Personen bestehen. An vielen Schulen wird man auf Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen, die das schon öfter gemacht haben. Aber auch für „die Neuen“ wird die GEW entsprechende Informationen und Schulungen bereithalten. Die Mitglieder des Wahlvorstands können auch für den Schulpersonalrat kandidieren.

Wichtig: Auch an den - ganz wenigen - Schulen, an denen es keinen Personalrat gibt oder an denen sich noch niemand für eine Kandidatur interessiert, muss ein Wahlvorstand gebildet werden. Sonst können die Kolleginnen und Kollegen der Schule auch nicht ihr Wahlrecht für den Gesamtpersonalrat und den Hauptpersonalrat ausüben!

Wenn es keinen Schulpersonalrat gibt, der den Wahlvorstand benennt, oder wenn der Schulpersonalrat dies versäumt, kann der Wahlvorstand auch von einer Personalversammlung oder ersatzweise von der Schulleitung eingesetzt werden.

 

Die Wahlvorstände haben zunächst die folgenden Aufgaben:

  • bis spätestens 22.12.2023: Der Wahlvorstand trifft sich zu seiner ersten Sitzung und macht dies durch einen Aushang im Lehrerzimmer bekannt.
  • bis spätestens 22.1.2024: Der ÖWV ermittelt die Zahl der Wahlberechtigten an der Schule und übermittelt diese an den Gesamtwahlvorstand (GWV), der die Wahlen im entsprechenden Schulamtsbezirk organisiert und der wichtigste Ansprechpartner des ÖWV ist.

 

Ein praktischer Tipp: Wenn der Wahlvorstand benannt ist, sollte man die Namen der/des Vorsitzenden des Wahlvorstandes der Schulleitung und dem Sekretariat mitteilen, damit Post an den Wahlvorstand direkt weitergegeben wird. Im weiteren Verlauf der Vorbereitung der Wahlen geht es auch um Termine und wichtige Unterlagen wie die Stimmzettel für GPRS und HPRS, die sofort an der richtigen Adresse ankommen müssen.

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Aktuell
news-434 Sat, 02 Dec 2023 13:07:00 +0100 Stellungnahme des Kreisverbands der GEW Groß-Gerau https://gew-gg-mtk.de/home/details/stellungnahme-des-kreisverbands-der-gew-gross-gerau-zum-geplanten-mittelstufengymnasium-in-bischofsheim-und-provisorium-auf-dem-gelaende-der-igs-mainspitze zum geplanten Mittelstufengymnasium in Bischofsheim und Provisorium auf dem Gelände der IGS Mainspitze Die Pläne für ein neues Mittelstufengymnasium im Nordkreis und ein Provisorium auf dem Gelände der IGS Mainspitze sorgten nicht nur bei den direkt betroffenen Schulgemeinden für große Überraschung und anhaltende kontroverse Diskussionen, was nicht zuletzt durch zahlreiche Pressartikel, einen Informationsabend und eine Petition zum Ausdruck kommt.

Der Kreisvorstand der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Groß-Gerau hat sich intern und im Austausch mit den betroffenen Schulen, den Kreistagsfraktionen der Grünen und der CDU, Herrn Stein als Vorsitzenden des Kreiselternbeirats und Landrat Will mit Mitarbeiterinnen mit diesem Vorhaben auseinandergesetzt. 

Im Kreisvorstand der GEW arbeiten Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten intensiv zusammen und kennen deshalb die Potentiale der unterschiedlichen Schulsysteme sehr gut, woraus sich in diesem konkreten Fall schulorganisatorische, pädagogische und nicht zuletzt auch bildungspolitische Fragen und Bedenken ergeben, gerade vor dem Hintergrund der überraschenden Abweichung vom geltenden Schulentwicklungsplan des Kreises und der angeblich gebotenen Eile. Ein unerwartet starker Anstieg der Bevölkerung, der ausgeprägte Elternwunsch nach Plätzen an Gymnasien und ein deutlich herabgesetzter bzw. kein Zugang für Kreiskinder an diese Schulart in Rüsselsheim, Mainz oder Kelsterbach werden als Gründe für diese Abweichung angeführt und auf das Argument der Kosten bei der Wahl der Standorte für das mehrjährige Provisorium an der IGS Mainspitze und den späteren Schulneubau in Bischofsheim verwiesen. All diese Zwänge sind nicht in den letzten Wochen entstanden, sie waren schon lange, spätestens seit den Lenkungen der letzten beiden Jahre absehbar. Dass man nun zur Eile antreibt ohne Alternativen geprüft zu haben, lässt das politische Handeln fragwürdig wirken. Aus unserer Sicht hätte man an dieser Stelle mit Weitsicht, Fingerspitzengefühl und – ganz besonders wichtig – guter Kommunikation agieren müssen. Alternativen zum jetzigen Vorgehen wie z.B. der Umwidmung der IGS in eine KGS und deren Ausbau hätten zumindest angedacht werden müssen. Noch besser wäre aus unserer Sicht die politische Entscheidung gewesen, im Rahmen der Schülerlenkung dem Wunsch der Eltern nach einem gymnasialen Bildungsgang für ihr Kind auch mit Zuweisungen an die IGSen nachzukommen. 

Eine mehrjährige Container- bzw. Modullösung an der IGS Mainspitze wird dieser Schule in ihrer Entwicklung nachhaltig schaden und für den finanziell knappen Kreis sehr teuer. Dieses Geld fehlt z. B. für die Instandsetzung zahlreicher anderer Schulen, den Ausbau der Martin-Niemöller-Schule mit einer Oberstufe oder den noch dringender benötigten Bau einer weiteren Sek-1-Schule im Südkreis.

Wenn man davon ausgeht, dass sich das Provisorium des Gymnasiums für mindestens 4 bis 5 Jahre auf dem Gelände der IGS Mainspitze befindet, ist noch nicht geklärt, wie etwa das höhere Verkehrsaufkommen durch Busse und Individualverkehr, unterschiedliche Start- und Pausenzeiten, Mensabetrieb oder Ganztag organisiert werden, ohne dass der Unterricht für alle gestört wird. Die Verfügbarkeit von Fachräumen für Kunst, Musik oder Naturwissenschaften oder der Sporthalle stelle aus Sicht des Landrats kein Problem dar, wenngleich zum Zeitpunkt des Gesprächs am 1.11.23 kaum konkrete Lösungen vorlagen. Überhaupt wolle man seitens des Kreises nichts gegen den Willen der IGS unternehmen und verweist ansonsten im Hinblick auf diese und andere Fragen auf die Projektgruppen der IGS Mainspitze und des Neuen Gymnasiums, wobei der Kreisvorstand der GEW befürchtet, dass diese durch die Fülle der zu lösenden Aufgaben überfordert werden könnten. Mit erheblicher Mehrarbeit für die Lehrkräfte beider Schulen ist sicher zu rechnen. 

Die Entscheidung, dass Lehrerinnen und Lehrer des Neuen Gymnasiums Rüsselsheim den Aufbau der neuen Schule übernehmen sollen, ist für uns nicht nachvollziehbar.Die IGS Mainspitze hat zahlreiche Gymnasiallehrerinnen und -lehrer in ihren Reihen, die auf jeden Fall auch zu fragen sind, ob sie an einem Gymnasium auf dem Gelände der IGS unterrichten möchten. 

Darüber hinaus sieht die GEW den Optimismus des Landrats kritisch, dass sich der gemeinsame Alltag der Schülerinnen und Schüler beider Schulen bzw. Schulsysteme auf einem Gelände auch in sozialer Hinsicht ohne größere Probleme vollziehen werde, da auf dem Schulhof dann durchaus ein Konfliktpotential besteht. Auf jeden Fall würde die IGS, die von ihrer Anlage her alle drei Bildungsgänge anbietet, durch diese Entscheidung mindestens während der Jahre mit dem Provisorium, wohl aber auch nachhaltig geschwächt, weshalb der Schulelternbeirat der Schule auch befürchtet, dass die Schule zum „Auffangbecken für gescheiterte Gymnasiasten“ wird.

Die GEW stellt fest, dass eine recht große Gruppe von Schülerinnen und Schülern an den Gymnasien trotz des Engagements der Lehrerinnen und Lehrer nicht erfolgreich arbeiten, da dieses System mit Klassen von 30 oder mehr Kindern, begrenzten Förderungs- und kaum Differenzierungsmöglichkeiten in dieser Hinsicht unflexibler ist, was nicht selten zu einer Abwärtsspirale bei den Leistungen und der Motivation der Lernenden führt. Dagegen verfügt eine integrierte Gesamtschule über kleinere Klassen, bessere Möglichkeiten bei der Differenzierung und Förderung, schon länger über multiprofessionelle Teams, auch im Hinblick auf die Inklusion, um den individuellen Bedürfnissen der Lernenden besser gerecht zu werden – wenn bedeutend mehr Geld und Ressourcen für diese Dinge in die Schulform IGS fließen. Vermutlich bezweifeln nicht nur wir, dass die IGS die notwendigen Mittel erhält, sondern auch die Eltern. Daher entscheiden sich die Eltern lernschwächerer Kinder oft für ein Gymnasium, was wiederum zu einem größeren Andrang an den Gymnasien führt, wodurch aber eine Art Teufelskreis entsteht. 

Landrat Will äußert, dass man durch die geplante Schule im Kreis im Verhältnis nicht mehr Plätze an Gymnasien schaffen wolle, da die Schülerinnen und Schüler zuvor Plätze an dieser Schulart in Rüsselsheim und Mainz bekommen haben und dass die Zahlen die Einrichtung einer gymnasiale Oberstufe an der IGS Mainspitze nicht hergeben. In ihrer Broschüre zur letzten Landtagswahl klingt die SPD allerdings ambitionierter: „Entsprechend wollen wir die individuelle Förderung und längeres gemeinsames Lernen fördern. Dabei setzen wir auf Binnendifferenzierung in integrierten Gesamtschulen und vielfältige Bildungsangebote unter einem Dach“. Auch bei Grünen und Linken findet man ähnliche Formulierungen. Da der Bedarf an Plätzen an Schulen der Sekundarstufe 1 gerade im Nordkreis insgesamt steigt, ist absehbar, dass er perspektivisch auch in der Sekundarstufe 2 zunehmen wird. Eine gymnasiale Oberstufe kann die IGS Mainspitze auch für Eltern attraktiver machen und würde sie im Unterschied zum geplanten Vorhaben stärken. 

 

Es geht um Weichenstellungen für die Zukunft der Bildungslandschaft des Kreises!

 

 

Die Vorsitzenden des Kreisverbands der GEW Groß-Gerau

 

Claudia Kuse      Doro Schäfer    Margot Marz     Nathalie Thoumas     Robert Hottinger

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Aktuell
news-428 Fri, 15 Sep 2023 20:02:23 +0200 A13 für Grundschullehrkräfte https://gew-gg-mtk.de/home/details/a13-fuer-grundschullehrkraefte Einstieg in den Stufenplan Mit der sukzessiven Erhöhung der Besoldung der Grundschullehrkräfte auf A13 ist der GEW Hessen ein großer Erfolg gelungen. Das Gesetz wurde am 27. Juni 2023 im Hessischen Landtag verabschiedet. Die Anhebung erfolgt mittels eines Stufenplans, der sich bis zum 31. Juli 2028 erstreckt. Demnach erhalten die Lehrkräfte eine Zulage, die den Unterschieds­betrag zwischen dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe A12 und dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe A13 der jeweiligen Stufe zur Grundlage hat. Auf der ersten Stufe, die zum 1.8.2023 wirksam wird, erhalten Grundschullehrkräfte eine Zulage in Höhe von 10 Prozent dieser Differenz. Zum selben Zeitpunkt erhalten alle Beamtinnen und Beamten in Anlehnung an den Tarifvertrag eine Besoldungserhöhung um 1,89 Prozent.

Was heißt das in Euro? Eine verbeamtete Grundschullehrerin in der Stufe 3 (nach 5 Dienst­jahren) erhält ab dem 1.8.2023 ein Grundgehalt von 4.162,52 Euro (+ 77,21 Euro). Die Differenz zur Besoldung nach A13 in derselben Stufe beträgt 624,68 Euro. Damit beträgt die monatliche Zulage bis zum 31.7.2024 62,47 Euro.

Die GEW hält die Dauer der Anhebung für viel zu lang gestreckt. So laufe Hessen Gefahr, „im Wettbewerb um ausgebildete Lehrkräfte auch in den kommenden Jahren gegenüber anderen Bundesländern das Nachsehen zu haben.“ Grundschullehrkräfte in Nordrhein-Westfalen erhalten bereits am 1. August 2026 A13.

Ein vergleichbarer Stufenplan gilt auch für Schulleitungsmitglieder in einem Beförderungsamt. Weitere Infos: HLZ 9-10/2023 und unter www.gew-hessen.de.

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Aktuell
news-427 Fri, 15 Sep 2023 19:58:02 +0200 TV EGO-L-H: Frist für Anträge auf Überleitung verlängert! https://gew-gg-mtk.de/home/details/tv-ego-l-h-frist-fuer-antraege-auf-ueberleitung-verlaengert In den letzten Monaten haben wir auf allen Kanälen über die neue tarifvertragliche Entgelt­ordnung für Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte, die unterrichtsunterstützend tätig sind, den TV EGO-L-H, informiert. Anträge auf Überleitung in den TV EGO-L-H können seit dem 1.8.2022 gestellt werden. Die GEW hat viele Kolleginnen und Kollegen beraten und ihnen zu einer besseren Eingruppierung mit zum Teil deutlichen finanziellen Vorteilen verholfen.

Die wichtigste Nachricht zuerst: Die bisher vereinbarte Ausschlussfrist, dass Anträge nur bis zum 31. Juli 2023 gestellt werden können, wurde nach neuen Verhandlungen der GEW bis zum 31. Mai 2024 verlängert. Das gilt für alle Beschäftigten mit einem TV-H-Vertrag, auch für diejenigen, die aus welchem Grund auch immer einen solchen Antrag bisher versäumt haben.

Die Fristverlängerung steht vor allem im Zusammenhang mit der schrittweisen Erhöhung der Besoldung der Grundschullehrkräfte (siehe oben), die in unterschiedlicher Höhe auf alle angestellten Grundschullehrkräfte mit oder ohne Lehramt übertragen wird. Diese Über­tragung wurde im Grundsatz bereits im TV EGO-L-H vereinbart. Da das Gesetz über die Besoldungserhöhung für Grundschullehrkräfte erst Ende Juni verabschiedet wurde, hat die GEW in Verhandlungen mit der Landesregierung erfolgreich für eine Verlängerung der Überleitungsfrist gesorgt. Diese Vereinbarung muss jetzt noch im Detail ausformuliert werden.

Die GEW wird so schnell wie möglich darüber informieren, was Grundschullehrkräfte mit einem TV-H-Vertrag tun müssen, damit sie in den Genuss der entsprechenden Zulagen kommen, die dann rückwirkend zum 1.8.2023 ausgezahlt werden müssen.

Die GEW rechnet damit, dass wir zukünftig weitere Verbesserungen durchsetzen können. Deshalb bitten wir in den nächsten Wochen alle Beschäftigten an Schulen um Aufmerksam­keit für unsere Informationen, ob es für sie sinnvoll ist, durch einen Antrag in die „neue Welt“ der Lehrkräfte-Entgeltordnung übergeleitet zu werden. Denn nur die „neue Welt“ des TV EGO-L-H können die Tarifvertragsparteien in Zukunft abändern. Das betrifft zum Beispiel die große Gruppe der Sozialpädagog:innen in der Unterrichtsunterstützung (UBUS etc.) in der Entgeltgruppe E10.

Weitere Infos: www.gew-hessen.de > Tarif/Besoldung

Beratungsanfragen von GEW-Mitgliedern: info@gew-gg-mtk.de

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Aktuell
news-426 Fri, 15 Sep 2023 19:44:00 +0200 Schulausflugticket https://gew-gg-mtk.de/home/details/schulausflugticket Für Lerngruppen der Grundschule und der Sekundarstufe I kostenlose Nutzung von Bus und Bahn Hessische Schulklassen bis zur Mittelstufe können bei gemeinsamen Ausflügen landesweit das Schulausflugticket nutzen, unabhängig davon, ob die einzelnen Schülerinnen und Schüler ein Schülerticket Hessen haben oder nicht. Das Schulausflugticket berechtigt zur kostenlosen Nutzung von Bus und Bahn zu Ausflugszwecken im Schulalltag hessischer Schulen. Es kann von Schulklassen der Primarstufe und der Sekundarstufe I in Begleitung einer Lehrkraft und einer weiteren Begleitperson (z.B. eine Sozialarbeiterin, ein Sozialarbeiter oder ein Elternteil) genutzt werden und wird vom Land Hessen allen berechtigten Schulen zur Verfügung gestellt. Das Ticket ist ausschließlich im Regelverkehr in ganz Hessen zu beliebig vielen Fahrten in allen Verkehrsmitteln des ÖPNV in der 2. Wagenklasse gültig. Das Schulausfugticket gilt analog zum Schülerticket Hessen in allen Bussen, Straßenbahnen, RegioTram-Fahrzeugen, U-Bahnen, S-Bahnen und Regionalzügen in Hessen sowie teilweise auch bundesländer­übergreifend in angrenzenden Gebieten, die im Anhang konkretisiert werden. Nachtbus- und Expressbuslinien dürfen auch genutzt werden.

 

Grundlage für die Berechnung der zugesendeten Tickets ist die jeweilige Anzahl der Klassen in der Primarstufe und Sekundarstufe I im Schuljahr 2022/2023 pro Schule. Die Tickets sind nicht klassengebunden und können für Klassenfahrten und Schulausflüge in der benötigten Anzahl genutzt werden. Das Schulausflugticket gilt vom 4. September 2023 bis zum 31. Dezember 2024. Das Ticket ist mit dem Gültigkeitszeitraum bedruckt und mit einem Schul­stempel zu versehen. Das Schulausflugticket gilt nur in Verbindung mit dem zugehörigen Begleitbogen für die jeweilige Klassenfahrt oder den jeweiligen Schulausflug. Jede Fahrt muss in einem dafür vorgesehenen Schulausflugticket-Begleitbogen vor Fahrtantritt dokumentiert werden. Bei mehrtägigen Ausflügen ist je Ausflugstag und Klasse, an dem der ÖPNV genutzt wird, ein Begleitbogen auszufüllen. Im regulären Unterricht – also etwa zum Besuch des Schwimmunterrichts – kann das Ausflugticket nicht genutzt werden.

 

Nach unserer Ansicht ist die längst überfällige Einführung des Schulausflugtickets zu begrüßen, vor allem für Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Haushalten. Schließlich sind Klassenfahrten schulische Veranstaltungen, Schülerinnen und Schüler müssen daran teilnehmen. Das Land verpflichtet hier also zur Teilnahme, war bisher aber nicht bereit, die Fahrtkosten dafür zu übernehmen. Nach eigenen Angaben wendet das Land für das Schulausflugticket in diesem und im nächsten Jahr je 2,19 Mio. Euro auf.

 

Wünschenswert wäre aus unserer Sicht eine Ausweitung des Angebotes auf Lerngruppen der Sekundarstufe II.

FAQs zum Schulausflugticket: https://www.schuelerticket.hessen.de/wp-content/uploads/2023/08/230824_FAQ_Schulausflugsticket.pdf

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Aktuell
news-424 Tue, 27 Jun 2023 10:21:26 +0200 Es ist Zeit für bessere Lern- und Arbeitsbedingungen! https://gew-gg-mtk.de/home/details/personalraete-und-gew-vertrauensleutetreffen-am-05-juli-in-kriftel Resolution des Personalräte- und GEW-Vertrauensleutetreffen am 05. Juli in Kriftel Resolution der Schulpersonalräte und GEW-Vertrauensleute des Main-Taunus-Kreises
Kriftel, 05.07.2023
Gesellschaftliche Prozesse und technologische Entwicklungen erfordern eine ständige Anpassung von Erziehung, Bildung und Ausbildung, um Kinder und Jugendliche zu Selbstständigkeit und freier Willensbildung zu befähigen. So soll ihnen der Weg in ein glückliches, soziales und verantwortungs-bewusstes Leben geebnet werden. 
Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sind Leitfiguren, die den Blick der Kinder auf sich selbst, aber auch auf ihr Handeln in der Gesellschaft entscheidend prägen. Im Bewusstsein dessen nehmen wir diese immer neuen Herausforderungen an.

Die Bedingungen, unter denen wir Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen dieser wichtigen Arbeit nachkommen, haben sich allerdings in den letzten Jahren und Jahrzehnten zunehmend verschlechtert. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, befürchten wir, zukünftig unserem Auftrag, jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich zu fördern und zu unterstützen, nicht mehr nachkommen zu können.

Dies liegt zum einen an dem allgegenwärtigen Lehrkräftemangel. Auch in unserem Landkreis fällt es immer schwerer, ausgebildetes Personal zur Abdeckung von Unterricht, Förderung und Ganztag zu finden. Sehr viele Stunden, die uns nach dem Zuweisungserlass (theoretisch) zur Verfügung stehen, sind nicht durch vollausgebildete Lehrkräfte abgedeckt.

Der Lehrkräftemangel führt zu einer stetig steigenden Arbeitsbelastung. Laut einer repräsentativen Erhebung der Uni Göttingen im Raum Frankfurt im Jahr 2020 arbeiten Lehrkräfte im Schnitt 48 Stunden und 27 Minuten – und das jede Woche. Diese Mehrarbeit weit über die rechtlich maximal zulässige Grenze hinaus ist auch an unseren Schulen an der Tagesordnung. Diese Überschreitung der Höchstgrenze des Arbeitszeitgesetzes führt auf Dauer zu erheblichen gesundheitlichen Risiken. Eine derart hohe Arbeitsbelastung ist nicht länger hinnehmbar!

Auch auf den Lehrkräftemangel wirkt sich diese Arbeitsbelastung aus. An unseren Schulen arbeiten zahlreiche Studierende, die ein Lehramt anstreben, als Vertretungslehrkräfte. Andere absolvieren an unseren Schulen ihre schulpraktischen Studien. Die hoch belastenden Arbeitsbedingungen bleiben ihnen nicht verborgen. Daher haben wir die Sorge, dass die erlebte hohe Arbeitsbelastung abschreckend auf den Lehrkräfte-Nachwuchs wirkt. Die Statistiken zu den Lehramtsstudierenden stützen unsere Befürchtungen. Nur 40 Prozent derer, die ein Lehramtsstudium aufnehmen, beenden es schließlich mit dem Ablegen des 2. Staatsexamens. In einigen Studiengängen liegt die Zahl der Abbrecherinnen und Abbrecher deutlich höher. Die aktuell zudem rückläufigen Studierendenzahlen in vielen Lehramtsstudiengängen werden dazu führen, dass der Lehrkräftemangel sich verschärft, wenn nicht umgehend gegengesteuert wird.

Ein deutliches Warnsignal ist auch ein Befund von Untersuchungen der Universität Göttingen, dass sich immer mehr Berufsanfänger (zwischen 10 und 30 Prozent) aufgrund der großen Belastungen bereits in den ersten Jahren als Lehrkraft mit Möglichkeiten des vorzeitigen Ruhestandes beschäftigen. Dies zeigt, dass es ein „Weiter so“ nicht geben darf!

Der geschilderten Situation zum Trotz erhöht sich die Zahl der Aufgaben, die an Schulen erledigt werden sollen, stetig. Neue Aufgaben mögen häufig sinnvoll sein. Ohne eine Analyse der für die Erledigung benötigten zeitlichen Ressourcen und der entsprechenden Zuweisung an unsere Schulen werden wir aber nicht in der Lage sein, diesen tatsächlich nachzukommen. Hier muss ein Umdenken stattfinden!
 

 

 

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Aktuell
news-419 Wed, 05 Apr 2023 11:00:00 +0200 Antrag der MV des KV Groß-Gerau https://gew-gg-mtk.de/home/details/mitgliederversammlung-des-kreisverbandes-main-taunus-1 KV GG solidarisch mit den Streikenden des TVÖD Forderungen für den TVH Antrag der MV des KV Groß-Gerau

Die Mitgliederversammlung des KV Groß-Gerau erklärt sich solidarisch mit den Streikenden im Bereich des TVöD und diskutiert Forderungen für die nächste Tarifrunde im TVH ab Ende 2023

Unser Kollege Alan Baner regte eine Diskussion zur kritischen Situation der Landesbeschäftigten angesichts der Konjunktur- und Rentenentwicklung an. Hieraus ergaben sich die unten aufgeführten Forderungen an die Tarifkommission Hessen.

Aufgrund der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten ist für die Landesangestellte eine deutliche Tariferhöhung dringend angebracht. Die Tarifkommission sollte mit Forderungen nach einem vollen Inflationsausgleich bei mindestens 500 € in die Verhandlung gehen. Dabei sind die unteren Lohngruppen deutlich anzuheben. Ebenso ist die Zusatzversorgung der Landesangestellten (VLB) zu stärken.

In Bezug auf die aktuelle Rentenentwicklung sind Einmalzahlungen abzulehnen, da diese weder Renten- noch Tabellenwirksamkeit entfalten.

Viele Kolleginnen und Kollegen, die als unterrichtsbegleitenden Kräfte auf einer UBUS-Stelle tätig sind, müssen in Teilzeit arbeiten, da die Schulen in der Regel nur ein Anrecht auf eine halbe UBUS-Stelle haben. Diese Zwangsteilzeit muss beendet werden! Mit einem halben Gehalt in den Entgeltgruppen EG 8 bis EG 10 ist keine vernünftige Lebensplanung möglich.

Die angekündigten 16 UBUS-Koordinationsstellen sind noch immer nur auf dem Papier vorhanden. Unklar bleibt weiterhin, welche Qualifikationen und Voraussetzungen von den Bewerberinnen und Bewerbern erwartet werden. Wir fordern die zeitnahe Einstellung dieser Koordinator*innen und darüber hinaus eine Ausweitung der Anzahl dieser Stellen.

Die neue Lehrkräfte-Entgeltordnung (TV-EGO-LH) hat für Fachlehrkräfte – hauptsächlich an den Beruflichen Schulen – kaum Verbesserung gebracht. Hier müssen dringend Nachbesserungen verhandelt werden.

Folgende Forderungen sollen daher der Tarifkommission unterbreitet werden:

1. Tariferhöhung mit vollem Inflationsausgleich, mindestens 500 €  und deutliche Verbesserung in den unteren Lohngruppen

2. Stärkung der Zusatzversorgung VBL

3. Ablehnung von Einmalzahlung

4. Ende der Zwangsteilzeit bei den UBUS-Kräften und Ausweitung der Stellen von UBUS-Koordinator*innen

5. Nachbesserungen im TV-EGO-LH für Fachlehrkräfte

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Archiv 2023 bis 2025 Aktuell
news-406 Sun, 06 Nov 2022 23:51:18 +0100 Neue Entgeltordnung für Lehrkräfte und unterrichtsunterstützende Sozialpädagog:innen https://gew-gg-mtk.de/home/details/neue-entgeltordnung-fuer-lehrkraefte-und-unterrichtsunterstuetzende-sozialpaedagoginnen Seit dem 01.08.2022 in Kraft Neue Entgeltordnung für Lehrkräfte und unterrichtsunterstützende Sozialpädagog:innen in Kraft

Wie mehrfach berichtet haben sich GEW Hessen und das Land Im Rahmen des Tarifabschlusses 2021 auf eine tarifvertragliche Regelung zur Eingruppierung der Lehrkräfte an den hessischen Schulen, den TV EGO-L-H, geeinigt, die am 1.8.2022 in Kraft getreten ist. Damit wird endlich der einseitig durch das Kultusministerium festgelegte „Eingruppierungserlass“ durch einen Tarifvertrag abgelöst. Für alle Lehrkräfte und unterrichtsunterstützenden sozialpädagogischen Mitarbeiter:innen an Förderschulen und in den Bereichen UBUS und USF, die ab dem 1.8.2022 neu eingestellt werden, erfolgt die Eingruppierung unmittelbar nach den neuen Vorgaben. Alle schon vor dem 1.8. 2022 befristet oder unbefristet Beschäftigten bleiben mit Bestandsschutz in der bisherigen Entgeltgruppe. Sofern der TV EGO-L-H eine bessere Eingruppierung vorsieht, haben sie ab dem 1. August 2022 ein Jahr lang Zeit, einen Antrag zur Überleitung in die neue Lehrkräfte-Entgeltordnung zu stellen. Wird die höhere Eingruppierung bewilligt, gilt sie rückwirkend zum 1.8.2022, die Differenz zum bisherigen Gehalt wird nachgezahlt.

Das Hessische Kultusministerium (HKM) weist in seinem Schreiben vom 6.Juli 2022, das allen TV-H-Beschäftigten im Schulbereich vor den Sommerferien zugegangen sein muss, darauf hin, dass es sich bei dem Überleitungsverfahren um ein „insgesamt hochkomplexes Tarifwerk“ handelt und Anträge auf Höhergruppierung „nur unter Berufung auf die Tarifvorschriften“ gestellt werden können.

 

Vorabanfragen an das Staatliche Schulamt

In dem Schreiben des HKM wird auf die Möglichkeit einer unverbindlichen Anfrage an die Personalsachbearbeitung des Staatlichen Schulamts hingewiesen. Auch diese setzt eine detaillierte Kenntnis des Tarifvertrags voraus, der mit den vielen Fallgruppen je nach Schulform, Schulstufe, Beschäftigungsdauer, Fortbildungen und formalen Qualifikationen über 70 Seiten umfasst. Nach dem Schreiben des HKM soll die unverbindliche Anfrage die aus Sicht der Lehrkraft „zutreffende Verbesserung (neue Entgeltgruppe und/oder o.g. Zulage) und den jeweiligen Abschnitt und Unterabschnitt der EGO-L-H, aus dem sich diese ergibt, benennen. Entsprechende Nachweise (Qualifikation u.ä.) sollten bereits beigefügt werden.“

 

Wer kann auf eine verbesserte Eingruppierung hoffen?

Aufgrund der Komplexität des TV EGO-L-H können wir keine vollständige und verlässliche Übersicht veröffentlichen, wer von den neuen Regelungen profitieren kann. Wir können nur ganz grob erläutern, welche relevanteren Fallgruppen mit Verbesserungen rechnen können. Die folgende Übersicht kann eine Einzelfallprüfung nicht ersetzen.

Der TV EGO-L-H sieht höhere Eingruppierungen insbesondere für die folgenden Beschäftigtengruppen vor:

  • alle Lehramtsstudierenden in der Tätigkeit von Lehrkräften, deren Verträge über den 1.8.2022 hinaus verlängert werden,
  • tarifbeschäftigte Lehrkräfte an Grundschulen,
  • tarifbeschäftigte Lehrkräfte an kooperativen und integrierten Gesamtschulen, die bei der Eingruppierung jetzt den entsprechenden Fallgruppen an den Gymnasien und beruflichen Schulen gleichgestellt werden,
  • tarifbeschäftigte Lehrkräfte an Förderschulen und Haupt- und Realschulen, für die eine Anpassungszulage vorgesehen ist,
  • Kolleginnen und Kollegen ohne Lehramt und ohne Hochschulabschluss, die bisher in den Entgeltgruppen 5 und 6 eingruppiert waren

Keine Verbesserungen gibt es für Beschäftigte, die bereits in den Entgeltgruppen 12 und 13 eingruppiert sind.

 

Lehrkräfte ohne Hochschulabschluss

Besonders kompliziert stellt sich das Antragsverfahren für Kolleginnen und Kollegen ohne Lehramt und ohne Hochschulabschluss dar, die bisher in den Entgeltgruppen 5 oder 6 eingruppiert waren. Je nach Beschäftigungsdauer und mit dem Nachweis von Fortbildungen bzw. mit dem Nachweis einer einschlägigen dreijährigen Berufsausbildung sind Aufstiege bis zur Entgeltgruppe 9b oder 10 möglich. In diesen Fällen reicht der Antrag auf Überleitung in den TV EGO-L-H nicht aus, sondern es sind die entsprechenden Nachweise zu führen. Für den Aufstieg in die höchste Stufe ist zudem ein Gutachten der Schulleitung erforderlich.

Personalräte und Schulleitungen können diese Zusammenstellung unterstützen, da sie einen Überblick über die schulinternen Fortbildungen (pädagogische Tage etc.) oder gleichwertige Tätigkeiten haben wie z.B. die Tätigkeit als Mentor oder Mentorin in der Lehrerausbildung oder die Durchführung eigener Fortbildungen. Dabei ist wertschätzend zu berücksichtigen, dass es sich um Kolleginnen und Kollegen handelt, die seit mindestens drei Jahren, z.T. aber auch schon zehn Jahre und länger alle Aufgaben von Lehrkräften übernehmen und trotzdem nach den Entgeltgruppen 5 oder 6 für Lehramtsstudierende vergütet wurden. Für die GEW ist es wesentlich, dass bei diesen Gutachten „die Kirche im Dorf“ bleibt und nicht die Maßstäbe einer Zweiten Staatsprüfung, einer Verbeamtung auf Lebenszeit oder einer Bewerbung auf eine Funktionsstelle angelegt werden.

 

Mitbestimmung der Personalräte

Die Einstellung von TVH-Kräften und deren Eingruppierung und Einstufung unterliegen der Mitbestimmung des Schulpersonalrats nach § 77 HPVG. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um ein befristetes oder ein unbefristetes Arbeitsverhältnis handelt. Zu den Mitbestimmungsrechten und der Eingruppierung haben die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus ein aktuelles Info für Personalräte erstellt, das bei der GEW angefordert werden kann (info@gew-gg-mtk.de). Es bietet eine grobe Übersicht über die Regelungen des TV EGO-LH, mit der Personalräte die Richtigkeit der Eingruppierung nach dem neuen TV EGO-L-H ansatzweise überprüfen können. Die Übersicht ist nicht geeignet, festzustellen, ob sich für bereits bestehende Beschäftigungsverhältnisse ein Anspruch auf Höhergruppierung ergibt. Insbesondere werden Aufstiegsmöglichkeiten nach Dauer der Beschäftigung und Fortbildungen nicht dargestellt, da sie für Neueinstellungen zunächst nicht relevant sind.

 

Die GEW berät ihre Mitglieder

Die GEW bietet ihren tarifbeschäftigten Mitgliedern eine individuelle Rechtsberatung an, ob es sich für sie lohnt, einen Antrag auf Überleitung in die neue Entgeltordnung zu stellen, und wie ein solcher Antrag gestellt wird:

  • Der Beratungsanspruch besteht ab dem Zeitpunkt, zu dem die Mitgliedschaft – ggf. auch online - beantragt wird: www.gew.de/mitglied-werden
  • Weitere Informationen finden Sie unter www.gew-gg-mtk.de und www.gew-hessen.de > Recht.
  • Für Rückfragen und Anregungen nutzen Sie auch unsere gemeinsame Mailadresse: info@gew-gg-mtk.de.
  • Wenn Sie eine Kollegin oder einen Kollegen aus unserem Beratungsteam direkt ansprechen wollen, dann bitte immer nur eine Person, um doppelte Arbeit für die reine ehrenamtlich Tätigen zu vermeiden!

Harald Freiling

Das TV EGO-L-H-Beratungsteam der GEW

im Kreis Groß-Gerau: Friedhelm Ernst, Harald Freiling, Claudia Kuse, Margot Marz und Doro Schäfer

im Main-Taunus-Kreis: Peter Engelhardt, Katja Pohl und Andreas Stähler

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