GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sat, 28 Jan 2023 04:40:51 +0100 Sat, 28 Jan 2023 04:40:51 +0100 TYPO3 EXT:news news-410 Tue, 24 Jan 2023 08:21:00 +0100 Was bringt das neue HPVG- und was nicht? https://gew-gg-mtk.de/home/details/was-bringt-das-neue-hpvg-und-was-nicht Online- Information und Diskussion am 14.2.23 um 18 Uhr Wir haben als DGB-Gewerkschaften klar Position bezogen: Wir wollen mehr echte Mitbestimmung in den
Dienststellen, dazu gehören die Stärkung der Einigungsstelle und das Schließen von Schutzlücken u. A. für
Studierende, befristet beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiter*innen oder Beschäftigte an Theatern und
Orchestern. Die Hessische Landesregierung hat aber einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem die Mitbestimmung
nicht gestärkt wird.
Durch bessere, gesetzlich normierte Freistellungsregelungen sowie die Klarstellung zur Nichtanrechnung der
Freistellung der*s Vorsitzenden auf die eigene Liste müsste die Personalvertretungsarbeit zusätzlich gestärkt
werden. Auch dies wird nicht aufgegriffen.
Der Entwurf der Landesregierung erfüllt die Ansprüche von Gewerkschaften und Personalrät*innen nicht. Einige
Verschlechterungen konnten wir abwenden, ein großer Wurf für die Personalvertretungsarbeit ist es nicht.
Jetzt ist der Landtag am Zug. Im Februar ist die Anhörung zum Gesetzentwurf, voraussichtlich am 22. März
entscheiden die Abgeordneten. Zeit für uns, aus den Debatten zu berichten, zum Austausch über den aktuellen
Stand und vor allem um zu diskutieren, was wir tun können, um die demokratischen Fraktionen im Hessischen
Landtag doch noch in Bewegung zu bringen und zu überzeugen:
Wir brauchen ein besseres HPVG!

Diskutiert mit:
Michael Rudolph (Vorsitzender DGB Hessen-Thüringen)
Thilo Hartmann (Vorsitzender GEW Hessen)
Gabriel Nyč (ver.di Hessen, stellv. Landesfachbereichsleiter C)
Daniel Klimpke (Landesvorstand GdP Hessen)
Moderation: Julia Langhammer (DGB Hessen-Thüringen)

 

Der link zur Teilnahme ist in der Einladung: Einladung runterladen

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Archiv 2019 bis 2020 Aktuell
news-411 Tue, 24 Jan 2023 08:21:00 +0100 Die GEW informiert auch in Ihrer Schule https://gew-gg-mtk.de/home/details/die-gew-informiert-auch-in-ihrer-schule Kolleginnen und Kollegen des GEW-Beratungsteams kommen auch gern in Ihre Schule, um die tarifbeschäftigten Lehrkräfte und Sozialpädagog:innen über den neuen Tarifvertrag zu informieren, zum Beispiel im Rahmen einer Teilpersonalversammlung für die Angestellten. Die „aktuelle Entwicklung von Tarif-, Besoldungs- und Sozialangelegenheiten“ ist nach § 47 HPVG ein Thema für eine Personalversammlung. Die allgemeine Information über den neuen TV EGO-L-H kann eine individuelle Rechtsberatung nicht ersetzen, bietet aber doch eine erste Orientierung für Personalräte und betroffene Kolleginnen und Kollegen. Wenn der Kreis der Betroffenen an einer Schule sehr klein ist, können gern auch interessierte Kolleginnen und Kollegen benachbarter Schulen eingeladen werden.

 

Wer sich für eine solche Informationsveranstaltung interessiert, kann sich unter der Adresse ·info@gew-gg-mtk.de melden.

 

Weitere Informationen

 

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Archiv 2019 bis 2020 Aktuell
news-409 Sun, 15 Jan 2023 11:51:00 +0100 Das ist euer Erfolg! https://gew-gg-mtk.de/home/details/a13-fuer-grundschullehrkraefte-bald-auch-in-hessen-gew-wirkt-das-ist-euer-erfolg-1 Bilder vom Kampf für A 13 aus den letzten Jahren GEW Groß-Gerau und Main-Taunus: Bilder vom Kampf für A 13 aus den letzten Jahren 

Für die Bilderstrecke einfach auf das Bild klicken, durchscrollen und den Erfolg genießen!

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Aktuell
news-408 Sun, 15 Jan 2023 09:51:00 +0100 A13 für Grundschullehrkräfte: Bald auch in Hessen! GEW wirkt: Das ist euer Erfolg! https://gew-gg-mtk.de/home/details/a13-fuer-grundschullehrkraefte-bald-auch-in-hessen-gew-wirkt-das-ist-euer-erfolg Erklärung der GEW im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis Am 12. Januar traten Ministerpräsident Boris Rhein und Kultusminister Alexander Lorz vor die Presse, um mitzuteilen, wie sie „in Zeiten eines hohen Fachkräftebedarfs für eine zusätzliche Aufwertung des Berufs der Lehrerin und des Lehrers“ sorgen wollen.

 

Die Besoldung der Grundschullehrkräfte soll ab dem 1.8.2023 in sechs Schritten bis 2028 auf das Niveau aller anderen Lehrämter angehoben werden. Um die Differenz zu A 13 bis 2028 auf Null zu bringen, erhalten Grundschullehrkräfte ab dem 1.8.2023 eine Zulage in Höhe von 10% des Differenzbetrags zu A 13. Ab dem 1.8.2024 steigt die Zulage auf  25%, ab dem 1.8. 2025 auf 40%, ab dem 1.8.2026 auf 60%  und ab dem 1.8. 2027 auf 80%, so dass 2028 die Besoldung nach A13 erreicht ist.

 

Die GEW Hessen begrüßte die Ankündigung der Landesregierung als lange überfälligen Schritt, denn inzwischen zahlt die Mehrzahl der Bundesländer ihre Grundschullehrkräfte besser als Hessen.

 

Um es vorwegzunehmen:

  • Die schrittweise Erhöhung der Einkommen der Grundschullehrkräfte und ihre Gleichstellung mit allen anderen Lehrämtern ist ein Erfolg der beharrlichen und offensiven Aktionen der GEW Hessen für eine gerechte Bezahlung.
  • Sie ist eurer Erfolg, der Erfolg aller Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen, die sich seit Jahren für die Forderung „A 13 auch für Grundschullehrkräfte“ einsetzen, in Briefen, Petitionen und vor allem auf der Straße.
  • Solidarität haben auch die vielen Kolleginnen und Kollegen bewiesen, die dabei waren, obwohl absehbar war, dass sie selbst nicht mehr von dieser Anpassung profitieren werden.
  • Und es ist auch ein Erfolg der Kolleginnen und Kollegen in den anderen Schulformen, die aktive Solidarität gezeigt haben.

 

Den Stufenplan kritisierte die GEW als „zögerlich und halbherzig“.  Zukünftige Grundschullehrkräfte würden sich ansehen, was sie heute in Hessen verdienen, nicht im 2028. Die GEW werde hier in den nächsten Wochen nachlegen und „auf mehr Tempo pochen“. Die Stufenpläne anderer Bundesländer seien „deutlich ambitionierter“.

 

Gerechtigkeit in Schritten…

Was heißt die stufenweise Annäherung an die Besoldung nach A13 in Zahlen? Der Abstand zwischen A12 und A13 beträgt je nach Besoldungsstufe zwischen 545 Euro im Monat (Besoldungsstufe 8) und 604 Euro (Besoldungsstufe 2). Kolleginnen in der Besoldungsstufe 2 erhalten also am 1.8.2023 eine Zulage von 10% der Differenz, das heißt von 60 Euro. Diese Zulage steigt dann bis auf 100% der jeweiligen Differenz zu A13 an, in diesem Fall bis auf 604 Euro pro Monat. Weitere Rechenbeispiele sind hier kaum darzustellen, da alle Kolleginnen und Kollegen in der Zeit bis 2028 jeweils in höhere Besoldungsstufen aufsteigen. Dazu kommen die Verbesserungen aller Beamteneinkommen aus dem „Besoldungsreparaturgesetz“, das derzeit im Landtag verhandelt wird, um 3% zum 1.4.2023 und die bereits vereinbarte Besoldungserhöhung von 1,89% am 1.8.2023. 

 

Übertragung auf angestellte Lehrkräfte mit Lehramt

Der Tarifvertrag aus dem Jahr 2021 zur Eingruppierung von Lehrkräften enthält die Klausel, dass Änderungen für verbeamtete Lehrkräfte mit Lehramt auf Angestellte mit einem ersten und zweiten Staatsexamen oder der Gleichstellung mit einem Lehramt übertragen werden. Auch hier wird die Vergütung schrittweise angehoben, bis 2028 die Entgeltgruppe E13 erreicht ist.

 

 

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Aktuell
news-407 Sat, 17 Dec 2022 09:51:00 +0100 Digitale Erfassung von Fehlzeiten (FLiS) https://gew-gg-mtk.de/home/details/digitale-erfassung-von-fehlzeiten-flis Ein Grund zur Sorge? Mit Erlass des HKM vom 19. Oktober 2022 wurden die Schulleitungen und Staatlichen Schulämter über die Umsetzung der „Digitalen Anwendung von krankheitsbedingten und sonstigen Abwesenheiten (FLiS) in allen öffentlichen Schulen informiert. Entsprechende Schreiben an die Beschäftigten haben nicht nur Fragen, sondern auch Unsicherheit ausgelöst.

Ein neuer Reader von Peter Zeichner (Referat Mitbestimmung) und Annette Loycke (Landesrechtsstelle) gibt Antwort auf die dringendsten Fragen.

 

Download des Readers

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Aktuell
news-406 Sun, 06 Nov 2022 23:51:18 +0100 Neue Entgeltordnung für Lehrkräfte und unterrichtsunterstützende Sozialpädagog:innen https://gew-gg-mtk.de/home/details/neue-entgeltordnung-fuer-lehrkraefte-und-unterrichtsunterstuetzende-sozialpaedagoginnen Seit dem 01.08.2022 in Kraft Neue Entgeltordnung für Lehrkräfte und unterrichtsunterstützende Sozialpädagog:innen in Kraft

Wie mehrfach berichtet haben sich GEW Hessen und das Land Im Rahmen des Tarifabschlusses 2021 auf eine tarifvertragliche Regelung zur Eingruppierung der Lehrkräfte an den hessischen Schulen, den TV EGO-L-H, geeinigt, die am 1.8.2022 in Kraft getreten ist. Damit wird endlich der einseitig durch das Kultusministerium festgelegte „Eingruppierungserlass“ durch einen Tarifvertrag abgelöst. Für alle Lehrkräfte und unterrichtsunterstützenden sozialpädagogischen Mitarbeiter:innen an Förderschulen und in den Bereichen UBUS und USF, die ab dem 1.8.2022 neu eingestellt werden, erfolgt die Eingruppierung unmittelbar nach den neuen Vorgaben. Alle schon vor dem 1.8. 2022 befristet oder unbefristet Beschäftigten bleiben mit Bestandsschutz in der bisherigen Entgeltgruppe. Sofern der TV EGO-L-H eine bessere Eingruppierung vorsieht, haben sie ab dem 1. August 2022 ein Jahr lang Zeit, einen Antrag zur Überleitung in die neue Lehrkräfte-Entgeltordnung zu stellen. Wird die höhere Eingruppierung bewilligt, gilt sie rückwirkend zum 1.8.2022, die Differenz zum bisherigen Gehalt wird nachgezahlt.

Das Hessische Kultusministerium (HKM) weist in seinem Schreiben vom 6.Juli 2022, das allen TV-H-Beschäftigten im Schulbereich vor den Sommerferien zugegangen sein muss, darauf hin, dass es sich bei dem Überleitungsverfahren um ein „insgesamt hochkomplexes Tarifwerk“ handelt und Anträge auf Höhergruppierung „nur unter Berufung auf die Tarifvorschriften“ gestellt werden können.

 

Vorabanfragen an das Staatliche Schulamt

In dem Schreiben des HKM wird auf die Möglichkeit einer unverbindlichen Anfrage an die Personalsachbearbeitung des Staatlichen Schulamts hingewiesen. Auch diese setzt eine detaillierte Kenntnis des Tarifvertrags voraus, der mit den vielen Fallgruppen je nach Schulform, Schulstufe, Beschäftigungsdauer, Fortbildungen und formalen Qualifikationen über 70 Seiten umfasst. Nach dem Schreiben des HKM soll die unverbindliche Anfrage die aus Sicht der Lehrkraft „zutreffende Verbesserung (neue Entgeltgruppe und/oder o.g. Zulage) und den jeweiligen Abschnitt und Unterabschnitt der EGO-L-H, aus dem sich diese ergibt, benennen. Entsprechende Nachweise (Qualifikation u.ä.) sollten bereits beigefügt werden.“

 

Wer kann auf eine verbesserte Eingruppierung hoffen?

Aufgrund der Komplexität des TV EGO-L-H können wir keine vollständige und verlässliche Übersicht veröffentlichen, wer von den neuen Regelungen profitieren kann. Wir können nur ganz grob erläutern, welche relevanteren Fallgruppen mit Verbesserungen rechnen können. Die folgende Übersicht kann eine Einzelfallprüfung nicht ersetzen.

Der TV EGO-L-H sieht höhere Eingruppierungen insbesondere für die folgenden Beschäftigtengruppen vor:

  • alle Lehramtsstudierenden in der Tätigkeit von Lehrkräften, deren Verträge über den 1.8.2022 hinaus verlängert werden,
  • tarifbeschäftigte Lehrkräfte an Grundschulen,
  • tarifbeschäftigte Lehrkräfte an kooperativen und integrierten Gesamtschulen, die bei der Eingruppierung jetzt den entsprechenden Fallgruppen an den Gymnasien und beruflichen Schulen gleichgestellt werden,
  • tarifbeschäftigte Lehrkräfte an Förderschulen und Haupt- und Realschulen, für die eine Anpassungszulage vorgesehen ist,
  • Kolleginnen und Kollegen ohne Lehramt und ohne Hochschulabschluss, die bisher in den Entgeltgruppen 5 und 6 eingruppiert waren

Keine Verbesserungen gibt es für Beschäftigte, die bereits in den Entgeltgruppen 12 und 13 eingruppiert sind.

 

Lehrkräfte ohne Hochschulabschluss

Besonders kompliziert stellt sich das Antragsverfahren für Kolleginnen und Kollegen ohne Lehramt und ohne Hochschulabschluss dar, die bisher in den Entgeltgruppen 5 oder 6 eingruppiert waren. Je nach Beschäftigungsdauer und mit dem Nachweis von Fortbildungen bzw. mit dem Nachweis einer einschlägigen dreijährigen Berufsausbildung sind Aufstiege bis zur Entgeltgruppe 9b oder 10 möglich. In diesen Fällen reicht der Antrag auf Überleitung in den TV EGO-L-H nicht aus, sondern es sind die entsprechenden Nachweise zu führen. Für den Aufstieg in die höchste Stufe ist zudem ein Gutachten der Schulleitung erforderlich.

Personalräte und Schulleitungen können diese Zusammenstellung unterstützen, da sie einen Überblick über die schulinternen Fortbildungen (pädagogische Tage etc.) oder gleichwertige Tätigkeiten haben wie z.B. die Tätigkeit als Mentor oder Mentorin in der Lehrerausbildung oder die Durchführung eigener Fortbildungen. Dabei ist wertschätzend zu berücksichtigen, dass es sich um Kolleginnen und Kollegen handelt, die seit mindestens drei Jahren, z.T. aber auch schon zehn Jahre und länger alle Aufgaben von Lehrkräften übernehmen und trotzdem nach den Entgeltgruppen 5 oder 6 für Lehramtsstudierende vergütet wurden. Für die GEW ist es wesentlich, dass bei diesen Gutachten „die Kirche im Dorf“ bleibt und nicht die Maßstäbe einer Zweiten Staatsprüfung, einer Verbeamtung auf Lebenszeit oder einer Bewerbung auf eine Funktionsstelle angelegt werden.

 

Mitbestimmung der Personalräte

Die Einstellung von TVH-Kräften und deren Eingruppierung und Einstufung unterliegen der Mitbestimmung des Schulpersonalrats nach § 77 HPVG. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um ein befristetes oder ein unbefristetes Arbeitsverhältnis handelt. Zu den Mitbestimmungsrechten und der Eingruppierung haben die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus ein aktuelles Info für Personalräte erstellt, das bei der GEW angefordert werden kann (info@gew-gg-mtk.de). Es bietet eine grobe Übersicht über die Regelungen des TV EGO-LH, mit der Personalräte die Richtigkeit der Eingruppierung nach dem neuen TV EGO-L-H ansatzweise überprüfen können. Die Übersicht ist nicht geeignet, festzustellen, ob sich für bereits bestehende Beschäftigungsverhältnisse ein Anspruch auf Höhergruppierung ergibt. Insbesondere werden Aufstiegsmöglichkeiten nach Dauer der Beschäftigung und Fortbildungen nicht dargestellt, da sie für Neueinstellungen zunächst nicht relevant sind.

 

Die GEW berät ihre Mitglieder

Die GEW bietet ihren tarifbeschäftigten Mitgliedern eine individuelle Rechtsberatung an, ob es sich für sie lohnt, einen Antrag auf Überleitung in die neue Entgeltordnung zu stellen, und wie ein solcher Antrag gestellt wird:

  • Der Beratungsanspruch besteht ab dem Zeitpunkt, zu dem die Mitgliedschaft – ggf. auch online - beantragt wird: www.gew.de/mitglied-werden
  • Weitere Informationen finden Sie unter www.gew-gg-mtk.de und www.gew-hessen.de > Recht.
  • Für Rückfragen und Anregungen nutzen Sie auch unsere gemeinsame Mailadresse: info@gew-gg-mtk.de.
  • Wenn Sie eine Kollegin oder einen Kollegen aus unserem Beratungsteam direkt ansprechen wollen, dann bitte immer nur eine Person, um doppelte Arbeit für die reine ehrenamtlich Tätigen zu vermeiden!

Harald Freiling

Das TV EGO-L-H-Beratungsteam der GEW

im Kreis Groß-Gerau: Friedhelm Ernst, Harald Freiling, Claudia Kuse, Margot Marz und Doro Schäfer

im Main-Taunus-Kreis: Peter Engelhardt, Katja Pohl und Andreas Stähler

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Aktuell
news-399 Wed, 15 Jun 2022 00:44:00 +0200 Newsletter der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus https://gew-gg-mtk.de/home/details/information-der-mitglieder-der-gew-kreisverbaende-gross-gerau-und-main-taunus-1 -Förderschullehrkräfte an weiterführenden Schulen -Neue Eingruppierung von Lehrkräften ab 1.8. -Digitale Kommunikation -und andere Themen... Inhalt:

1. Digitale Kommunikation im Schulalltag

2. Auswirkungen des Erlasses zur Förderdiagnostik

3. Förderschullehrkräfte an weiterführenden Schulen

4. Gehaltserhöhungen ab 1. August 2022

5. Tarifvertrag zur Eingruppierung von Lehrkräften und unterrichtsunterstützenden sozialpädagogischen Fachkräften tritt am 1. August in Kraft

6. Entlastung von Korrigierenden bei schriftlichen Abiturprüfungen

1. Digitale Kommunikation im Schulalltag

In möglichst kurzer Zeit sollen die Schulen den Wandel der Digitalisierung bewältigen. Nach langer Anlaufzeit funktioniert die dienstliche E-Mail- Adresse leidlich gut, wird aber aufgrund ihrer Schwerfälligkeit unter anderem bei der Einwahl noch zögerlich benutzt. Ohnehin ist die Kommunikation via E-Mail längst nicht mehr für alle das Mittel der Wahl im Alltag. Kommunikation mit Eltern und oder Schülerschaft braucht andere App-basierte Mittel. Da solche aber in ihrer Datensicherheit zweifelhaft sind und das vom Land gestellte Schulportal für diese Funktionen nur unzureichend ausgestattet ist, suchen Schulen verzweifelt nach anderen Lösungen wie „SDUI“ oder „Schoolfox“.

Immer mehr Kitas benutzen diese Apps schon zur Kommunikation und Eltern fordern deren Einführung. Immer wieder erreichen uns Fragen, ob eine solche Nutzung kommerzieller Apps verpflichtend sein kann. Hier spiegelt sich die Krux zwischen Datensicherheit und Funktionalität beispielhaft wider. Immerhin werden an vielen Schulen sowohl Personalrat als auch die Gremien der Gesamt- und Schulkonferenz konsequent beteiligt. Klar ist für uns, dass niemand zu einer solchen Kommunikation dienstlich verpflichtet werden kann. Auch wenn solche Apps viele Möglichkeiten bieten, sollten nicht alle genutzt werden. Das Kultusministerium ist in der Bringschuld, datenschutzrechtlich unbedenkliche und barrierefreie Zugänge (z.B. über die Möglichkeit von Sprachnachrichten) zur Verfügung zu stellen und so die Schulen nicht in die Verlegenheit zu bringen, selbst nach Lösungen zu suchen. Gerade in Fragen der Digitalisierung zeigt sich auch, dass die Aufsplitterung von Zuständigkeiten zwischen IT- und Datenschutzbeauftragten an Schulen, beim Schulamt, den Schulträgern und dem Land schädlich ist. Insbesondere die Datenschutzbeauftragten der Schulen sind für die Feststellung der Unbedenklichkeit einer App weder zuständig noch ausgebildet. Die Zuständigkeit der Datenschutzbeauftragten der Schulträger und der Schulämter ist ungeklärt. Letztlich ist einzig der unabhängige Datenschutzbeauftragte des Landes berechtigt und in der Lage, die Unbedenklichkeit von Apps festzustellen. Es ist dringend notwendig, mit Fortbildung und Entlastung in die Ausgestaltung des Datenschutzes an den Schulen zu investieren.

Eine weitere Blüte der Digitalisierung ist das sogenannte E-Recruiting. Damit ist gemeint, dass sowohl Ausschreibungen auf Stellen, wie auch Bewerbung und Auswahl digital durchgeführt werden. Die gesetzlich verankerte Beteiligung von Personalräten wird dabei leider stiefmütterlich behandelt. Der GPRS und erste örtliche Personalräte haben inzwischen einen digitalen Zugang zum E-Recruiting über das NzüK-Portal bekommen. Genauer gesagt bekommen bisher nur die Vorsitzenden der beteiligten PR einen Zugang, der über ihre persönliche Einwahl in NzüK läuft. Sie stehen dann alleine mit der Frage, wie sie ihrem Gremium die Daten zugänglich machen. Eine Weitergabe des persönlichen Zugangs scheidet aus, da sonst ihre persönlichen Daten in NzüK wie z.B. ihre Reisekosten für alle Mitglieder zugänglich wären. Deshalb fordert die GEW sowohl auf Schulamts- wie auch auf Landesebene einen funktionsbezogenen Zugang für alle Mitglieder von Personalräten. Solange dieser nicht geschaffen wird, raten wir allen Personalräten auf der bisherigen Papierform zu bestehen. Das Land hat diese Möglichkeit für die Übergangsphase ausdrücklich eingeräumt.

2. Auswirkungen des Erlasses zur Förderdiagnostik im ABl. 11/21

Seit Oktober 2021 (Amtsblatt 11/21) gibt es vom HKM einen neuen Erlass, der die Feststellung eines förderdiagnostischen Schwerpunktes und die Antragstellung für eine förderdiagnostische Stellung­nahme regelt. Danach kann ein Antrag auf Begutachtung des Kindes an das BFZ erst gestellt werden, wenn in der Grundschule zwei Jahre lang Fördermaßnahmen durchgeführt wurden.

Hintergrund ist die hessenweite Vergleichbarkeit des Verfahrensablaufs. Dieser Erlass hat Aus­wirkungen auf den Schulalltag für alle Regel- und Förderschullehrer. Besonders deutlich wird dies im Hinblick auf den Förderschwerpunkt Lernen. Es wird deutlich, dass in der Regel viel Zeit vergeht - mit hohem Dokumentationsaufwand für die Regelschullehrer und die Förderschullehrer gleichermaßen - bis ein Anspruchsverfahren beauftragt werden kann. Für die Überprüfung ist nun u.a. ein Intelligenztest verpflichtend, um den IQ zu ermitteln. Alles in allem kommt mit dem Erlass, durch den erhöhten Dokumentationsaufwand und die verpflichtende IQ-Test-Durchführung, ein erhöhter Arbeitsaufwand auf die betroffenen Lehrkräfte zu.

Zudem bleibt zu befürchten, dass viele Grundschulen vielleicht auch auf eine frühzeitige Meldung von vermeintlichen Lernhilfekindern, die dann vielleicht erst in Klasse drei oder vier gemeldet werden, verzichten und das ganze „Problem“ in die weiterführenden Schulen verschoben wird. Einen ausführlichen Bericht von Ruth Zelzner und Petra Hesse-Kraus zu dieser Thematik (u.a. zum Doppelkriterium) kann man in der nächsten Ausgabe von GEW regional nach den Sommerferien lesen.

3. Förderschullehrkräfte an weiterführende Schulen

Im Frühjahr 2020 schlug ein Erlass des Kultusministeriums zur festen Zuweisung von Förderschullehrkräften für den inklusiven Unterricht an Grundschulen hohe Wellen. Der Erlass war das halbherzig umgesetzte Ergebnis der Koalitionsvereinbarung von CDU und Grünen, dass „Sonderpädagogen möglichst mit vollem Stundendeputat an der allgemeinen Schule tätig“ sein sollen. Auf der Grundlage des Erlasses vom 13.2.2020 steht jetzt „jeder Grundschule pro 250 Schülerinnen und Schülern eine feste Stelle einer Förderschullehrkraft“ zu.

Die Ausweitung der Aufgaben dieser Förderschullehrkraft, der Personalmangel und der Protest gegen befürchtete Zwangsversetzungen von einem Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) an eine Grundschule führten dazu, dass die Möglichkeit kaum genutzt wurde, Förderschullehrkräfte fest an die Grundschule als Stammdienststelle zu binden und in die Kollegien zu integrieren. Die Option fand insbesondere dort Anklang, wo Förderschullehrkräfte noch unter den Bedingungen des Gemeinsamen Unterrichts an einer Grundschule eingestellt worden waren und dort in Unterricht, Schulentwicklung und multiprofessionelle Zusammenarbeit fest eingebunden sind. Die meisten Grundschulen entschieden und entscheiden sich bei den jährlichen Abfragen dafür, dass sie „weiterhin ausschließlich durch die vom regionalen BFZ zur Verfügung gestellten Förderschullehrkräfte versorgt werden möchten“.

Die Koalitionsvereinbarung sah weiterhin vor, dass man „nach Auswertung der Erfahrungen mit der Grundzuweisung an Grundschulen (…) eine Übertragung auf die weiterführenden Schulen und eine Ausweitung an den Grundschulen prüfen“ wolle. Angesichts des nahen Endes der Legislaturperiode verschickte das Hessische Kultusministerium (HKM) im Mai einen Erlassentwurf an die Schulämter, wonach es auch an den weiterführenden allgemeinen Schulen Förderschullehrkräfte geben soll, die dort ihre Stammdienststelle haben.

Bei Redaktionsschluss dieses Newsletters war die Erörterung des Erlasses mit dem Hauptpersonalrat Schule noch nicht abgeschlossen. Zeitpunkt und Inhalt des Erlassentwurfs machen deutlich, dass es im HKM keinen politischen Willen gibt, die Intention der Koalitionsvereinbarung umzusetzen:

  • Der Zeitpunkt der Veröffentlichung und die Bewerbungsfrist lassen eine vernünftige Umsetzung für das nächste Schuljahr kaum zu.
  • Die Umsetzung soll im Rahmen eines „Pilotversuchs“ auf „ausgewählte weiterführende Schulen“ beschränkt sein.
  • Schulen, die jetzt nicht zum Zuge kommen, schauen in die Röhre, denn eine „Ausweitung auf weitere Schulen“ ist erst „nach Auswertung der Evaluation“ in Aussicht gestellt. Eine Ausweitung bereits im Schuljahr 2023/2024 wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Konzeptionell entspricht der Erlassentwurf den Vorgaben für die Grundschulen:

  • Es kommen nur Schulen in Frage, deren sonderpädagogische Zuweisung mindestens einer Förderschullehrerstelle entspricht. Die Zahl der Stellen wird bei weiterführenden Schulen auf drei Stellen begrenzt.
  • Die fest zugewiesenen Förderschullehrkräfte haben ihre Stammdienststelle an der allgemeinen Schule und sind „Teil des Kollegiums“. Die fachliche Anbindung erfolgt über die Teilnahme an Konferenzen und Fortbildungen des BFZ. Eine der fest zugewiesenen Förderschullehrkräfte ist als Inklusionsbeauftragte zu benennen.

Die GEW fordert interessierte weiterführende Schulen auf, ihr Interesse und ihren Unmut auch unabhängig von den inakzeptablen Fristen zu artikulieren. Dies gilt insbesondere für Schulen im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis, an denen dort eingestellte oder dorthin abgeordnete Förderschullehrkräfte mit voller Stundenzahl in die Kollegien integriert sind. Der Erlassentwurf kann bei der GEW angefordert werden (freiling.hlz@t-online.de).

4. Gehaltserhöhungen ab 1. August 2022

Mit dem Tarifabschluss vom 15. 10. 2021 haben sich die Tarifparteien für die Beschäftigten des Landes Hessen auf eine steuer- und abgabenfreie Corona-Sonderzahlung und Entgelterhöhungen in zwei Schritten verständigt. Die Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1.000 Euro für Vollzeitbeschäftigte wurde bereits ausgezahlt. Zum 1. August 2022 steigen die Entgelte jetzt um 2,2 Prozent. Zum 1. August 2023 steigen die Entgelte um weitere 1,8 Prozent, mindestens jedoch um 65 Euro pro Monat. Der Tarifabschluss wurde zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen.

5. Neue Entgeltordnung für Lehrkräfte und unterrichtsunterstützende sozialpädagogische Mitarbeiter:innen (TV EGO-L-H)

Im Rahmen des Tarifabschlusses 2021 haben sich GEW Hessen und das Land auf eine tarifvertragliche Regelung zur Eingruppierung der Lehrkräfte an Hessens Schulen geeinigt („Lehrkräfte-Entgeltordnung“). Damit wird endlich der einseitig durch das Kultusministerium festgelegte „Eingruppierungserlass“ durch einen Tarifvertrag abgelöst. Der neue TV EGO-L-H tritt am 1. August 2022 in Kraft. Alle Lehrkräfte und unterrichtsunterstützende sozialpädagogische Mitarbeiter:innen an Förderschulen und in den Bereichen UBUS und USF, die von den neuen Regelungen profitieren, haben ab dem 1. August 2022 ein Jahr lang Zeit, einen Antrag zur Überleitung in die neue Lehrkräfte-Entgeltordnung zu stellen. Das HKM weist in einem aktuellen Schreiben, das die Schulleitungen am 15.7. vom Schulamt erhalten und an die TV-H-Beschäftigten weiterleiten sollen, darauf hin, dass es sich bei dem Überleitungsverfahren um ein „insgesamt hochkomplexes Tarifwerk“ handelt und Anträge auf Höhergruppierung „nur unter Berufung auf die Tarifvorschriften“ gestellt werden können.

Im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis hat die GEW Schulpersonalräte und betroffene GEW-Mitglieder bereits in mehreren Veranstaltungen dazu informiert. In dem Schreiben des HKM wird auf die Möglichkeit einer unverbindlichen Anfrage an die Personalsachbearbeitung hingewiesen:  

„Bevor Sie einen schriftlichen Antrag stellen, können Sie zunächst den schriftlichen Kontakt zu Ihrer Personalsachbearbeitung suchen. Zur Beschleunigung des Verfahrens können Sie eine unverbindliche schriftliche Anfrage stellen, die neben Ihrer Personalnummer, Ihre aktuelle Entgeltgruppe und Stufe enthalten sollte. Bitte entnehmen Sie diese Informationen Ihrer Entgeltabrechnung. Daneben sollte die unverbindliche Anfrage die aus Ihrer Sicht zutreffende Verbesserung (neue Entgeltgruppe und/oder o.g. Zulage) und den jeweiligen Abschnitt und Unterabschnitt der EGO-L-H, aus dem sich diese ergibt, benennen. Entsprechende Nachweise (Qualifikation u.ä.) sollten bereits beigefügt werden. Das für Sie zuständige Staatliche Schulamt wird Ihnen dann auf Ihre schriftliche Anfrage mitteilen, ob für Sie aufgrund der EGO-L-H zum Beispiel eine Höhergruppierung bzw. die Zahlung einer Anpassungs- oder Entgeltgruppenzulage grundsätzlich in Betracht kommt. Daneben wird Ihnen auf schriftliche Anfrage der Zeitpunkt des Aufstiegs in die nächsthöhere Stufe Ihrer Entgeltgruppe mitgeteilt werden. (…) Aufgrund der Ihnen übermittelten Informationen müssen Sie selbst ggfs. unter Einholung rechtlichen Rates abwägen, ob sich für Sie eine Antragstellung empfiehlt oder nicht. Die Personalverwaltung an den Staatlichen Schulämtern wird unter anderem aus haftungsrechtlichen Gründen diesbezüglich keine Beratung vornehmen oder eine Empfehlung aussprechen.“ [Hervorhebungen: GEW]

Auf Grund dieser notwendigen Einschränkungen bietet die GEW ihren tarifbeschäftigten Mitgliedern eine individuelle Rechtsberatung an, ob es sich für sie lohnt, einen Antrag auf Überleitung zu der neuen Entgeltordnung zu stellen, und wie ein solcher Antrag gestellt wird. Der Beratungsanspruch besteht ab dem Zeitpunkt, zu dem die Mitgliedschaft – ggf. auch online - beantragt wird: https://www.gew.de/mitglied-werden

Für alle neuen Verträge gilt ab dem 1. August 2022 automatisch die neue Entgeltordnung. Schulpersonalräte werden, nachdem sie einer Einstellung zugestimmt haben, im Sinne der neuen Kolleginnen und Kollegen prüfen, ob deren Eingruppierung und Einstufung korrekt vorgenommen wurde. Die GEW bereitet auch hier entsprechende Informationen für Personalräte vor.

6. Entlastung von Korrigierenden bei schriftlichen Abiturprüfungen

Durch die länderübergreifende Abstimmung der Prüfungstermine verkürzt sich die Frist für die Erst- und Zweitkorrektur der schriftlichen Abiturprüfungsarbeiten seit 2021 erheblich. So hat das Hessische Kultusministerium (HKM) die Termine der schriftlichen Abiturprüfungen auf die Zeit nach den Osterferien verschoben.

Die GEW-Fraktion hat im Gesamtpersonalrat Schule (GG/MTK) gegenüber dem Schulamt mehrfach auf die Notwendigkeit einer allgemein verbindlichen und auskömmlichen Entlastung hingewiesen.
Die GEW Hessen hat schon länger Forderungen aufgestellt, um die enorme Arbeitsverdichtung abzufedern. Umfang und Komplexität der Abiturkorrektur machen dann eine Entlastung von anderen Dienstpflichten erforderlich, da die Ferien für die Kolleg*innen an den Gymnasien, Gesamt- und Berufsschulen mit Oberstufe als Korrekturzeit nicht mehr zur Verfügung stehen.

So hat die GEW Hessen nun vom 2. bis 25. Mai auf Basis einer Online-Befragung von mehr als 800 Lehrkräften eine hohe zusätzliche Arbeitsbelastung ermittelt. Abgefragt wurde für die Erst- und Zweitkorrekturen die Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie die durchschnittliche Korrekturzeit pro Klausur. Außerdem sollten die Teilnehmenden Angaben zu ihrem Beschäftigungsumfang, zur durchschnittlichen Zeit von Klausur bis Abgabe und zu durch die Schule gewährter Entlastung machen. „(…) So arbeitet eine Lehrkraft während der dreiwöchigen Korrekturzeit 40 Stunden und 30 Minuten zusätzlich. Bei einer Teilzeit bis 75 Prozent des Stellenumfangs sinkt diese Zahl zwar auf 38 Stunden bzw. bei einem Stellenumfang von bis zu 50 Prozent auf 31 Stunden und 35 Minuten.

Bezogen auf den Stellenumfang steigt damit die Zusatzbelastung durch die Abiturprüfung: Je geringer der Stellenumfang, desto höher ist die relative Belastung durch die Abiturprüfungen. (…) So beträgt der zeitliche Aufwand der schriftlichen Abitur-Prüfungen für fast ein Drittel der in Vollzeit (100 Prozent) beschäftigten Lehrkräfte sechs Tage und mehr, für fast jeden fünften sind es sogar 8 Tage und mehr.“ (https://www.gew-hessen.de/home/details/entlastung-fuer-schriftliche-abiturpruefungen-dringend-geboten)

Das HKM scheint kaum ein Problembewusstsein hinsichtlich des Aufwands der Korrigierenden zu haben. Im bundesweiten Vergleich muss man nämlich sehen, dass die Arbeitsbelastung in Hessen bei einer vollen Stelle mit 25,5 Stunden und fünf statt vier Abiturprüfungen überdurchschnittlich hoch ist. In Schleswig-Holstein arbeitet man mit einem Staffelmodell, bei dem sich der Umfang der Freistellung umso größer bemisst, je kürzer die Korrekturfrist ist und je höher die Anzahl der zu bewertenden Prüfungsarbeiten ist, z.B. soll bei einer Korrekturfrist von drei Wochen für jeweils fünf zu korrigierende Abiturprüfungsarbeiten ein Korrekturtag gewährt werden. Auch in Niedersachsen hat jede Lehrkraft abhängig von der Zahl der zu korrigierenden Abiturprüfungen ein Anrecht auf verbindlich zu gewährende Korrekturtage.

Zwar gibt es in Hessen die Möglichkeit für Schulen, betroffene Lehrkräfte durch die Befreiung von der Teilnahme an Konferenzen und von Vertretungsunterricht zu entlasten, doch setzt die durch das HKM vorgelegte „Regelung“ nahezu alle Fragen der Entlastung ins Ermessen der Schulleitung, z.B. durch die Bereitstellung von Korrekturtagen, wobei man unter Umständen von der Durchsetzungsfähigkeit des örtlichen Personalrats abhängig ist. Nach unserem Aufruf in der letzten Ausgabe der GEW regional erreichten uns aus dem Schulamtsbezirk einerseits Berichte über durchaus unterstützende Vereinbarungen, aber auch über große Belastungen der Kolleginnen und Kollegen während der Korrekturphase. Einheitliche Regelungen würden die Situation der Korrigierenden insgesamt verbessern.

Allen Leserinnen und Lesern des Newsletters wünschen wir eine erholsame unterrichtsfreie Zeit.

für die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus

Martin Einsiedel, Harald Freiling, Robert Hottinger, Katja Pohl und Andreas Stähler

 

Weitere Informationen und eine digitale Version des Newsletters finden Sie unter

www.gew-gg-mtk.de

Für Rückfragen und Anregungen nutzen Sie auch unsere gemeinsame Mailadresse:

info@gew-gg-mtk.de

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Aktuell
news-395 Fri, 13 May 2022 00:44:00 +0200 GEW- Kalender sind da! https://gew-gg-mtk.de/home/details/gew-kalender-sind-da Ein Service eures Kreisverbandes Die beliebten GEW- Kalender für das Schuljahr 22/23 sind eingetroffen!

Da wir in den letzten Jahren vermehrt die Rückmeldung bekommen haben, dass viele Kolleginnen und Kollegen ihre Terminkalender und Listen auf digitale Medien umgestellt haben und deshalb keinen gedruckten Kalender mehr wollen, bekommt nicht mehr jede/r einen Kalender automatisch ins Fach.

Wir haben aber ausreichend Exemplare geordert, damit alle, die möchten, einen bekommen können.

Falls ihr noch keinen habt und einen wollt, schreibt einfach an:

info@gew-gg-mtk.de

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Aktuell
news-392 Thu, 28 Apr 2022 00:44:39 +0200 Information der Mitglieder der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus: https://gew-gg-mtk.de/home/details/information-der-mitglieder-der-gew-kreisverbaende-gross-gerau-und-main-taunus Rundschreiben des GEW-Bezirksverbands Südhessen Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus gehören im Rahmen der satzungsrechtlichen Möglichkeit, dass sich Kreisverbände der GEW zu Bezirksverbänden zusammenschließen können, zum GEW-Bezirksverband Südhessen. Schon sehr lange sehen wir uns allerdings nicht in der Lage, uns auf dieser zusätzlichen Ebene in der Struktur der GEW Hessen angemessen zu engagieren. Das Schwergewicht unseres ehrenamtlichen Engagements liegt auf der Zusammenarbeit unserer beiden Kreisverbände insbesondere zur Ausgestaltung der Arbeit im gemeinsamen Gesamtpersonalrat und auf der Mitarbeit im GEW-Landesvorstand, in dem alle GEW-Kreisverbände vertreten sind.

Abgesehen davon ist auf der Bezirksebene schon seit 1998 kein Personalrat mehr angebunden, der die Interessen der Kolleginnen und Kollegen wirkungsvoll vertreten könnte, weshalb wir unsere Ressourcen lieber an anderer Stelle einsetzen.

Einige Kreisverbände im Bereich des GEW-Bezirksverbands Südhessen haben in den letzten Monaten ihre Mitarbeit im Bezirksverband aufgekündigt. Die Vorstände der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus haben diese Möglichkeit ebenfalls beraten und sich entschieden, zunächst die Arbeit einer Strukturkommission abzuwarten, die vom GEW-Landesvorstand eingerichtet wurde, um die Strukturen der GEW-Arbeit im Landesverband auf den Prüfstand zu stellen. Im Vordergrund muss dabei stehen, die ehrenamtliche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in den GEW-Kreisvorständen optimal zu unterstützen, die Mitglieder an der Basis zuverlässig zu erreichen und Doppelarbeit zu vermeiden. Unsere Mitarbeit im Bezirksvorstand haben wir solange suspendiert.

Außerdem hatten wir uns als Kreisvorstände damit zu beschäftigen, dass der Vorstand des GEW-Bezirksverbands Südhessen von ihm verantwortete Rundschreiben per Mail direkt an alle Mitglieder in den südhessischen Kreisverbänden versendet. Die Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus versenden ihre Rundschreiben dagegen ausschließlich an die Kolleginnen und Kollegen, die ihre aktive Zustimmung zur Aufnahme in adressatenbezogene Mailverteiler erklärt haben. Solche Mailverteiler gibt es zum Beispiel für Personalräte, für Schulleitungsmitglieder oder für UBUS-Kräfte. Jede Mail enthält außerdem den Hinweis auf die Möglichkeit, den Verteiler wieder zu verlassen.

Den GEW-Kreisvorstand Groß-Gerau erreichten auch Beschwerden über einzelne Inhalte der unaufgefordert zugesandten Mails des Bezirksvorstands, auf deren Inhalt wir als Kreisverband keinen Einfluss haben. Die GEW-Kreisvorstände Groß-Gerau und Main-Taunus haben deshalb den Bezirksvorstand jetzt aufgefordert, zukünftig die Mitglieder der beiden Kreisverbände nicht mehr mit unaufgefordert versandten Rundschreiben des Bezirksverbands zu beliefern. Mitglieder unserer Kreisverbände können sich wie bisher auf der Internetseite des GEW-Bezirksverbands über die Rundschreiben informieren: www.gew-suedhessen.de > Bezirksvorstand > Rundbriefe

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Aktuell
news-387 Mon, 07 Mar 2022 08:20:00 +0100 Internationale Wochen gegen Rassismus https://gew-gg-mtk.de/home/details/internationale-wochen-gegen-rassismus Zwei Veranstaltungen des GEW-Kreisverbands Groß-Gerau  

Die diesjährigen internationalen Wochen gegen Rassismus finden dieses Jahr vom 14. März bis 27. März 2022 unter dem Motto "Haltung zeigen". Gerade in unseren Zeiten ist es wichtig, ein klares Zeichen gegen Rassismus, Intoleranz und Diskriminierung zu setzen.

 

Der GEW-Kreisverband Groß-Gerau beteiligt sich daran mit zwei Aktionen:

 

  • GESTOHLENE KINDHEIT

Vulnerable Menschen an den EU-Außengrenzen: Leben zwischen Abschottung und Abschreckung

Am Montag 14. März, von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr hält die Fotografin, Autorin, Friedensaktivistin und Nothelferin Alea Horst einen bilderreichen Vortrag über das Leben an den außengrenzen Europas.

Wie sehen Kinder in Flüchtlingslagern ihre Situation, wie leben Menschen an den Grenzübergängen, wie arrangieren sich besonders vulnerable Gruppen wie Menschen mit Behinderungen oder Kriegsverletzungen mit den Lebensbedingungen und welche Auswirkungen auf die Psyche hat es? Warum funktioniert die Abschreckungsstrategie nicht und inwieweit verändert es die Menschen, die irgendwann in Deutschland ankommen. Wie sind die aktuellen Aussichten? 

Im Anschluss des Vortrags ist ein gemeinsamer Austausch geplant und es werden Fragen beantwortet. 

 

Alea Horst ist seit Jahren in Kriegs- und Krisenländern unterwegs und setzt sich gegen Rassismus und für die Einhaltung der Menschenrechte ein.

 

Der Vortrag ist digital als Videokonferenz auf der Plattform BigBlueButton. Angemeldete Personen erhalten einen Link zur Teilnahme.

 

ANMELDUNG?      info@gew-gg-mtk.de

 

  • KOLONIALISMUS UND RASSISMUS - DAS BEISPIEL NAMIBIA

Am Dienstag 22. März, von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr leitet der Autor, Pädagoge und Historiker Bernd Heyl, einen Workshop zum Thema "Kolonialismus und Rassismus - Das Beispiel Namibia" als Präsenzveranstaltung in der Volkshochschule Groß-Gerau.

Kolonialismus ist ohne Rassismus nicht denkbar. Der Rassismus bildete die Legitimation für die Staaten Europas die Länder anderer Völker zu erobern. Am Beispiel Namibias wird besonders deutlich: „Der koloniale Rassismus wirkt bis heute nach“. Im Workshop werden Fragen der Teilnehmenden aufgegriffen. Die historische Dimension des Rassismus in Namibia und die aktuelle Auseinandersetzung mit dem Problem werden beleuchtet. Bernd Heyl berichtet vor dem Hintergrund der von ihm geleiteten Studienreisen.

Es ist eine Kooperationsveranstaltung des GEW-Kreisverbands Groß-Gerau und der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau.

WO?                   Kreisvolkhochschule Groß-Gerau - Schloss Dornberg - Hauptstr. 1 - 64521 Groß-Gerau

ANMELDUNG?    Im Servicebüro der KVHS Groß-Gerau - 06152-1870-0 - info@kvhsgg.de

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Archiv 2019 bis 2020 Aktuell